Ab sofort kann man in Kassel Tee trinken und die Welt retten ;)

So sieht der neue Tee aus.
So sieht der neue Tee aus! Rainforest Rescue Tea aus Indonesien.

Ok, geht natürlich nicht! Aber wir konnten  auch nicht dem Reflex widerstehen, diese reißerische Überschrift mit unserem neusten Grünen Tee zu verbinden. Und es gibt sie ja auch: Die Marketing-Versprechen, die uns glauben machen wollen, wir könnten z. B. mit dem Trinken einer Kiste Bier die Welt etwas schöner machen (Das stimmt ja auch, aber nur für den Konsumenten, nachdem er die Kiste vertilgt hat). Aber bei dem neusten Grünen Tee kommen wir diesem Versprechen erstaunlich nahe. Und es ist ja auch nichts Neues, dass TeeGschwendner mit seinen Tees interessante Projekte unterstützt oder auch selber ins Leben ruft. Und dabei noch diese Projekte mit einem Minimum an Marketing-Aktivitäten ausschlachtet. Aber bei diesem Tee müssen wir schon etwas genauer hinsehen. Also es geht natürlich in erster Linie um einen neuen Grünen Tee. Der Tee kommt aus dem Garten Harendong, dem wir schon unseren hervorragenden Java Oolong verdanken (Nr. 861). Das Teekultivar des „Rainforest Rescue Tea“ ist auch eines, das vorzugsweise für Oolong verwendet wird. Im Teegarten hat man dann die Verarbeitung so angepasst, dass Grüner Tee – jedoch in der typischen Kugelform eines Oolong – produziert werden kann. Diese interessante Kombination, Kultivar, Verarbeitung und das Terrain, geben diesem Tee einen einmaligen Charakter. Nun aber zum Projekt:

NABU International hat den Regenwaldfonds eingerichtet, mit dem die Stiftung den Schutz der Regenwälder in Indonesien unterstützt, darunter das ca. 100.000 Hektar große Waldgebiet „Hutan Harapan – Wald der Hoffnung“ auf Sumatra. Der NABU arbeitet dort bereits seit einigen Jahren mit mehreren Projektpartnern zum Schutz und zur Restauration der stark gefährdeten Tieflandregenwälder.

Hutan Harapan umfasst ein Viertel der letzten noch existierenden Tieflandregenwälder auf Sumatra und bietet seltenen Arten Lebensraum, wie etwa dem Sumatra-Tiger, Malayenbär, Nashornvogel, Helmhorn-Vogel und Sumatra-Waldelefanten. Insgesamt leben mindestens 55 Säugetierarten und 300 Vogelarten im Gebiet. Der Waldverlust insbesondere auf Sumatra war vor Beginn des NABU Engagements dramatisch: über 98 Prozent wurden in Agrarflächen umgewandelt! Schuld ist der globale Ressourcenhunger der Menschen, insbesondere nach Palmöl und Papiererzeugnissen.

Mit dem Regenwaldfonds setzt der NABU der Zerstörung von Regenwäldern in Indonesien Schutzmaßnahmen, eine Vision und konkrete Perspektiven für die vom Wald abhängigen Menschen entgegen. Die Verhinderung von Waldbränden im Hutan Harapan auf Sumatra gehört ebenso dazu wie der Schutz der letzten Primärwälder auf Papua, der Schutz und die Erforschung der kleinen Koboldmakis auf Sulawesi oder der Schwarzen Haubenlanguren auf Java. Sumatra-Waldelefanten sind eine Schlüsselart für das Funktionieren von Tieflandregenwäldern – ihre Rolle bei der Verbreitung von Pflanzensamen ist essenziell. Um das Zusammenleben von Menschen und Sumatra-Waldelefanten zu ermöglichen, müssen Agroforst-Kulturen vor dem sprichwörtlichen Elefantenappetit geschützt und Wanderkorridore der Waldelefanten erhalten bleiben. Pro verkaufter 100g-Verpackung wird 0,40 Euro an den NABU gespendet.

Also, liebe Leser, eigentlich können wir doch mit dem Trinken von Tee die Welt retten. Übrigens eine Erkenntnis, die die alten Teephilosophen schon vor 1500 Jahren gemacht haben. 

Schlagwörter: , ,